Es ist mal wieder soweit, EA bringt einen neuen Ableger der Need for Speed Reihe in die Regale.Need for Speed Shift heißt es also, der hmm wievielte Teil? Egal, spielt keine Rolle.Nach wirklich mehreren sehr guten Trailern von Seiten EAs hat man mir richtig Lust auf das Spiel gemacht. Grandiose Cockpit Grafik, wieder Richtung Racing Simulation und weg von den Polizei Verfolgungsjagten und illegalen Straßenrennen.
Die ersten 2 Kurse waren atemberaubend, die gestochen scharfe Grafik (Playstation 3 Version)und die wirklich sehr gelungenen Soundeffekte brachten mich dazu den Sorround Sound richtig auf zu drehen ohne Rücksicht auf den Nachbarn aber das geheule der Reifen und Motoren war einfach nur genial. G25 in Position gebracht, auf die Ampel gestarrt und bei grün Bleifuß!
Grafisch kann sich das Spiel hingegen blicken lass wenn man die Cockpit Ansicht nicht verlässt. Die Strecken wirken super, die Details abseits der Strecke sehr aufgesetzt und lieblos hingepappt. Auf der berühmten Strecke Spa steht beispielsweise eine große Kirmesschaukel die auch noch im Betrieb ist, steife Mänchen die verschiedene Fahnen direkt hinter der Leitplanke ihr Fähnchen schwingen. Nunja aber am Anfang darf man noch auf soetwas achten, aber sobald man einen relativ schnellen Wagen hat, der auch mal fix 250 Sachen drauf bekommt, kann man nurnoch auf die Strecke schauen und hoffen, dass man unbeschadet durch die nächste Kurve kommt.
Und schon sind wir mittendrin m Gameplay. Wie schon erwähnt, mehr Racing-Simulation als in den Vorgängern. Es sind Rundkurse und keine A-B Strecken mehr. Jeder Kurs hat als Hilfe eine Geschwindigkeits- und Ideallinie. Ist sie rot, fahrt ihr für diesen Streckenabschnitt zu schnell,ist sie grün, schafft ihr die Kurve ohne Probleme. Ganz nett am Anfang, aber fördert nicht gerade das Gefühl in einem echten Rennen zu fahren, also wurde diese dann auch ausgestellt. Nachdem ich das erste Rennen gewonnen hatte mit einem Photofinish, reichte es im zweiten Rennen
nurnoch für Platz 2.
Zeit für die Garage. Wie für Need for Speed üblich, gibt es jede Menge originale Wagen, die man beliebig gestalten und natürlich auch tunen kann. Das machte sogar richtig Spass sich einen schwarz-weiß-blauen Flitzer zu basteln, aber dann wollte man auch mit dem Wagen wieder auf die Rennstrecke.
Dann folgte ein kurzes Motivationsloch, was an den etwas lahmen Autos lag, die man relativ einfach auf der Geraden links liegen lässt. Dann hatte ich aber genug Kohle um in "Tier 3" aufzusteigen und kaufte mir nen Porsche Cayman S und haben den noch ordentliche extras geschenkt, sodass es mich im ersten Rennen (Spa) vom Hocker gehauen hat. Die Tachonadel kratzte die 300 und es machte nurnoch "Zooooooooooom, scheisse man, was nun? Ruhig bleiben und überhohlen" waren meine Gedanken.
Die verschiedenen Rennmodi machen mit entsprechend schnelleren Autos dann doch mehr her als in den ersten Stunden. Es gibt wirklich viele verschieden Modi von Duellen wie schon in Grid bishin zu Drift-Rennen, man vermisst keinen Rennmodus aus anderen Spielen. In den einzelnen Rennen sammelt man Sterne (Nein, wir spielen nicht Mario) als Erfahrungsersatz und steigt so im Fahrerlevel auf und gelangt an neue Autos und Tuning Teile.
Was sich jedoch wirklich negativ auf das Spiel auswirkt, ist das Bremsverhalten bzw. die Konsequenzen eines Auffahrunfalls, wirds EKELIG. die beste Bremse ist der Vordermann und da der Schaden sich nicht wirklich auf das Fahrgefühl auswirkt, bleibt ein solches Bremsen oft die günstigste Methode möglichst schnell um die Kurve zu kommmen.
Der Spruch "Wer bremst verliert" stimmt in Need for Speed, wenn man aber bedenkt, dass es sich eher um eine Simulation handeln soll als um den klassischen NFS Arcade Racer, ist das wirklich traurig und der einzig negative Punkte den man dem Spiel wirklich ankreiden MUSS.
Fazit:
Die Ladezeiten sind nervig lang aber nagut, man gewöhnt sich daran. Genauso ärgerlich
ist das unausgereifte Schadensmodell sowie die Möglichkeit mit Wallrades mit maximaler Geschwindigkeit um eine Kurve zu kommen.
Ist es am Anfang schwierig in das Spiel zu finden und sich begeistern zu lassen da man schlichtweg zu langsam unterwegs ist und die Schwächen des Spiels sieht ( Streckendetails) ist man jedoch später einmal in den oberen Tiers, rockt es einfach nur und so ein Geschwindigkeitsgefühl hatte ich noch nie!
Ich empfehle aber jedem ein Lenkrad zu benutzen, gerade in den höheren Bereichen ist es mit dem Controller echt schwer nach einem Fahrfehler das Fahrzeug wieder zu kontrollieren.
Grafik: Autos, Cockpit 90%, Rest 80% gesamte = 85%
Sound: Das haut richtig rein = 95%
Spass: Anfang so lala, gegen Ende TOP = 85%
Gesamt: 88%
Need for Speed ist ohne Frage ein gutes Rennspiel, aber auch kein Mega Hit, warten wir mal ab was Gran Tourismo 5 / Forza Motorsport 3 in dieser Sache nachlegen.
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